Der Baum als wachsender Grabstein

Die BaumGrabUrnenanlage "Der Baum als wachsender Grabstein" ist so konzipiert, dass die Baumaterialien möglichst langlebig sind. Und dies nicht in Bezug auf ein Menschenleben, sondern auf das einer Eiche oder Linde. Unter optimalen Bedingungen sind dies nicht mehrere Jahrzehnte, sondern 2, 3 oder gar viele Jahrhunderte.

Daher kommen nur äußerst dauerhafte Materialien zum Einsatz.

Dies ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Im Gegensatz zu Sakralbauten früherer Zeiten oder auch repräsentativen Gebäuden, beispielsweise ehrwürdigen Universitäten oder Bibliotheken, sind heutige Gebäude, egal ob Schule oder Rathaus, auf eine Nutzungsdauer von 50 bis 75 Jahren ausgelegt. Gebäude aus den 1960er oder 1970er Jahren werden eher abgerissen als saniert. Manch Architekt überlebt heute daher eher sein eigenes Werk, statt der Nachwelt etwas zu hinterlassen. Am ehesten schaffen es noch Einfamilienhäuser, die "Schallmauer" von 100 Jahren zu durchbrechen.

GRANIT Dieses Hartgestein ist unübertroffen in Bezug auf seine Haltbarkeit im Außenbereich. Nicht umsonst sind so viele Altstadtgassen aus diesem Naturstein. Im Gegensatz zu Betonpflaster altert Granitpflaster nicht. Es ist von Anbeginn steinalt. Und wenn das Pflaster doch altert, wird es eher noch schöner. Auch Grabsteine, Treppenstufen im Außenbereich und Einfriedungen (Granit-Pallisaden) werden aus diesem langlebigen Material hergestellt. Deshalb ist  Granit als Pflastermaterial auch bei der BaumGrabUrnenanlage "Der Baum als wachsender Grabstein erste Wahl.

BRONZE Nicht alles ist Gold, was glänzt.  Und so ähnlich verhält es sich auch mit Bronze. Aber was ist Bronze genau?

Bronze ist die älteste Legierung überhaupt. Sie gab sogar einer ganzen Menschheitsepoche ihren Namen. Nämlich der Bronzezeit. Die Menschheitsgeschichte begann bekanntlich mit der Steinzeit (Faustkeil, steinerne Speerspitzen und Co.). Es folgten Kupferzeit (erste weiche Metallwerkzeuge), Bronzezeit und Eisenzeit.

Bronze (CuSn) besteht immer mindestens aus Kupfer (Cu) und Zinn (Sn). Die Anteile können je nach Einsatz variieren. Kupfer überwiegt jedoch immer. Auch weitere Metalle können Bestandteil einer Bronze sein. Der Zusatz von Zinn macht das weiche Nichteisenmetall Kupfer gewissermaßen hart und äußerst form- und  korrosionsbeständig. Bronze wurde für Werkzeuge (z.B. Pflugschar im Ackerbau) genauso wie für Waffen (Äxte und Schwerter) verwendet.

Die Gussform bestimmte den Verwendungszweck. Seit jeher wurde  - und wird noch heute - Bronze insbesondere für Kirchturmglocken, Reiterstandbilder von Königen, Statuen, Büsten wichtiger Persönlichkeiten oder Kunstwerke im Allgemeinen verwendet. Diese sollten schon immer  - und sollen es noch heute - möglichst dauerhaft sein, um der Nachwelt lange erhalten zu bleiben. Und dies dazu im Außenbereich bei Hitze, Kälte, Regen und Schnee rund um die Uhr für viele, viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte. Bronze ist meist rötlich oder bräunlich. Erst im Laufe der Zeit bildet sich die typische blaugrüne Patina als natürlicher Korrosionsschutz.  

Messing (CuZn) ist dagegen eine Legierung, deren Hauptbestandteile Kupfer (Cu) und Zink (Zn) sind. Im Gegensatz zu Bronze ist die Farbe eher goldfarben. Messing läuft ungeschützt schnell an. Es wird überwiegend im Innenbereich z.B. für goldfarbene Kronleuchter oder Türbeschläge verwendet.

Die Kupfer-Zink-Legierung CuZn37, Messing  mit 63% Kupfer und 37% Zink, hat nur einen  wirtschaftlichen Vorteil gegenüber Bronze, wenn an die Langlebigkeit keine besonders hohen Anforderungen gestellt werden. Dieses Messing kann nicht nur im handwerklich aufwändigen Wachsauschmelzverfahren mit verlorener Form  gegossen werden, sondern zudem, also im Gegensatz zu Bronze, auch maschinell mittels Druckgussverfahren verarbeitet werden. Hierbei muss nicht immer wieder eine neue Form wie beim Wachsauschmelzverfahren hergestellt werden. Es kommt eine so genannte Dauerform zum Einsatz. Wandstärken können dünner ausfallen, was eine Materialersparnis mit sich bringt. Auch ist Zink wesentlich günstiger als Zinn. Und die Haltbarkeit ist in unserer schnelllebigen Zeit ebenfalls ausreichend. Daher entstehen auch viele bronzefarbene Grableuchten, Engelsfiguren oder Buchstaben für die Beschriftung von Grabsteinen auf diese Weise. Es handelt sich also nicht um Bronze. Das Messing wird nur bronzefarben eingefärbt und anschließend mittels Klarlack vor der Witterung geschützt. Bei einer Grabnutzungsdauer von 20 oder 30 Jahren ist die Haltbarkeit auf jeden Fall ausreichend. Grableuchte und Co. werden anschließend meist sowieso entsorgt.

Der Bronzedeckel der BaumGrabUrnenanlage "Der Baum als wachsender Grabstein" ist für eine mehrfache Wiederverwendung vorgesehen. Und dies über viele, viele Jahrzehnte. Solange es also keine Kirchturmglocken aus Messing gibt und auch die allermeisten Kunstwerke für den Außenbereich weiterhin aus Bronze und nicht etwa Messing hergestellt werden, kann Bronze definitiv als die beständigste Nichteisenmetall-Legierung angesehen werden.

EDELSTAHL Hierbei handelt es sich um eine Legierung, deren Hauptbestandteil Eisen ist. Chrom und Nickel machen aus dem ansonsten schnell rostenden  Eisen rostfreien Stahl. Unser Urnenkammersystem besteht aus Edelstahl deshalb, weil Gewindebohrungen zwecks Verschraubung problemlos möglich sind. In Kunststoff, Beton oder Ton lässt sich kein Gewinde schneiden. Zudem ist Edelstahl sehr dauerhaft.

FAZIT Nur beste Materialien können einen langlebigen Baum sehr, sehr lange begleiten, ohne dass Instandsetzungsarbeiten erforderlich sind, bei denen unweigerlich die empfindlichen Wurzeln des Baumes verletzt werden könnten. Nicht umsonst sterben unzählige Straßenbäume nach Aufgrabungsarbeiten zu ihren Füßen häufig über mehrere Jahre hinweg ab. Mal ist der Wurzelverlust zu groß, mal kann ein Pilz über gekappte Wurzeln in den Baum eindringen und eine Fäule verursachen. Deshalb gilt wie bei allem: wer vermeintlich günstig kauft, kauft oftmals ein zweites Mal. Denken Sie beispielsweise an drückende, Blasen verursachende  Wanderschuhe. Billiger kann zwar, muss aber nicht zwangläufig auch günstiger sein.


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