Der Baum als wachsender Grabstein

WACHSTUM Bäume wachsen ihr ganzes Leben lang. Sie werden höher, die Krone immer breiter und auch ihre Wurzeln immer dicker. Dadurch ergeben sich oftmals Probleme. So wachsen Bäume in Straßenlampen und Stromleitungen, stoßen die immer breiter werdenden Kronen an Fassaden oder brechen die Wurzeln Asphalt- und Pflasterflächen auf. Daher wurde mit dem ersten Pflasterring auch relativ weit entfernt vom Stamm begonnen. Wie ein Baum als wachsender Grabstein in ferner Zukunft aussehen könnte, soll die Fotomontage mit der Eiche in Schweden verdeutlichen. Die beiden "Augen" sind in mehr als 2,00 m Höhe. Der Stamm lässt sich zu zweit nicht umfassen.

Unten noch einmal die erste Anlage, aufgenommen im Mai 2005. Erst durch diesen Vergleich wird deutlich, warum ein Durchmesser von 11,00 m nicht zu üppig bemessen ist. Die Wurzeln eines älteren Baumes wachsen weit über diese  drei Pflasterringe hinaus. Wobei die Definition von "älter" Auslegungssache ist. Wenn Eichen laut Literatur unter optimalen Bedingungen, verschont von Blitz, Feuer und anderen Ereignissen, bis zu  500 oder gar 800 Jahre alt werden können, sind Exemplare von 250 Jahren gerade mal volljährig geworden oder in der so genannten Midlifecrisis angekommen.